Wird ein Betrieb, Teilbetrieb oder ein Mitunternehmeranteil gegen Gewährung von Gesellschaftsrechten in eine Personengesellschaft eingebracht, kann die Einbringung unter weiteren Voraussetzungen nach § 24 Abs. 1 UmwStG steuerneutral erfolgen.

Die Einbringung gegen Gesellschaftsrechte ist abzugrenzen von der Veräußerung eines Betriebes, Teilbetriebes oder Mitunternehmeranteils gegen Geld oder andere Wirtschaftsgüter. Diese führt stets zu einer Gewinnrealisierung.

Leistet der Einbringende neben der Einbringung eine Zuzahlung in das Gesamthandsvermögen der Gesellschaft, liegt eine Einbringung gemäß § 24 UmwStG vor. Erfolgt die Zuzahlung hingegen in das Privatvermögen, in das Sonderbetriebsvermögen oder in ein anderes Betriebsvermögen der Altgesellschafter, sind die Voraussetzungen des § 24 Abs. 1 UmwStG nicht erfüllt. Der Bundesfinanzhof (BFH) bestätigt diese Grundsätze mit seinem Urteil vom 17.09.2014 (Az. IV R 33/11).

Praxishinweis:
Zuzahlungen anlässlich einer Einbringung stellen einen veräußerungsähnlichen Vorgang dar, wenn sie nicht in das Gesamthandsvermögen der Personengesellschaft erfolgen. Es entsteht ein Veräußerungsgewinn i.S.d. § 16 EStG, der ggf. nach § 34 EStG begünstigt ist.