Betriebsveranstaltungen gehören nicht zum Arbeitslohn, wenn es sich um übliche Veranstaltungen handelt. Als üblich werden zwei Veranstaltungen im Kalenderjahr anerkannt, bei denen die Aufwendungen des Arbeitgebers bislang 110 Euro einschließlich Umsatzsteuer je Arbeitnehmer nicht übersteigen.

 

Durch Gesetzesänderung wurde die Freigrenze ab 2015 auf 150 EUR erhöht. Gleichzeitig hat der Gesetzgeber die arbeitnehmerfreundliche Rechtsprechung des Bundesfinanzhofs (BFH) ausgehebelt. Der BFH hatte die nicht unmittelbar konsumierbaren Aufwendungen für die Durchführung der Betriebsveranstaltung sowie die Aufwendungen für Begleitpersonen des Arbeitnehmers nicht in die Bemessungsgrundlage für die Berechnung der Freigrenze einbezogen.

 

Geschenke bis zu einem Bruttowert von 60 EUR (bis 2014: 40 EUR), die aus Anlass von Betriebsveranstaltungen gewährt werden, sind in die 150 EUR Grenze einzubeziehen.

 

Soweit solche Geschenke teurer als 60 EUR sind, sind sie steuerpflichtig und nicht bei der Prüfung der 150 EUR Grenze zu berücksichtigen. Sie können jedoch mit einem Pauschalsatz von 25 % versteuert werden.

 

Hinweis: Unter diese Regelung fallen nur Geschenke, die den Rahmen und das Programm der Betriebsveranstaltung betreffen (z.B. eine Tombola). Geschenke, die nur bei Gelegenheit einer Betriebsveranstaltung gewährt werden, sind individuell oder im Falle von Sachzuwendungen gemäß § 37b Abs. 2 EStG zu versteuern. Alternativ besteht die Pauschalierungsmöglichkeit nach § 40 Abs. 1 Nr. 1 EStG.