Betriebsveranstaltungen gehören nicht zum Arbeitslohn, wenn es sich um übliche Veranstaltungen handelt. Als üblich werden zwei Veranstaltungen im Kalenderjahr anerkannt, bei denen die Aufwendungen des Arbeitgebers 110 EUR einschließlich Umsatzsteuer je Arbeitnehmer nicht übersteigen.

 

Durch das Zollkodex-Anpassungsgesetz wurde aus der bisherigen 110 EUR-Freigrenze mit Wirkung ab 1. Januar 2015 ein Freibetrag in Höhe von 110 EUR. Die für Arbeitgeber im Grunde günstige Rechtsprechung des Bundesfinanzhofs (BFH) zu den Aufwendungen bei Betriebsveranstaltungen ist ab 2015 nicht mehr anwendbar. Der BFH hatte die nicht unmittelbar konsumierbaren Aufwendungen für die Durchführung der Betriebsveranstaltung (sog. Kosten des äußeren Rahmens wie z.B. Raummiete) sowie die Aufwendungen für Begleitpersonen des Arbeitnehmers nicht in die Bemessungsgrundlage für die Berechnung der Freigrenze einbezogen.

 

Geschenke bis zu einem Bruttowert von 60 EUR (bis 2014: 40 EUR), die aus Anlass von Betriebsveranstaltungen gewährt werden, sind in die Gesamtkosten der Betriebsfeier mit einzubeziehen.

 

Soweit Geschenke an einzelne Arbeitnehmer teurer als 60 EUR sind, sind sie steuerpflichtig und nicht bei der Prüfung der 110 EUR Grenze zu berücksichtigen. Sie können jedoch mit einem Pauschalsatz von 25 % versteuert werden.

 

Hinweis: Unter diese Regelung fallen nur Geschenke, die den Rahmen und das Programm der Betriebsveranstaltung betreffen (z.B. eine Tombola). Geschenke, die nur bei Gelegenheit einer Betriebsveranstaltung gewährt werden, sind individuell oder im Falle von Sachzuwendungen gemäß § 37b Abs. 2 EStG zu versteuern. Alternativ besteht die Pauschalierungsmöglichkeit nach § 40 Abs. 1 Nr. 1 EStG.

 

Ihr Ansprechpartner:

Andreas Dittmann
Leiter Lohnbuchhaltung
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