Eine Voraussetzung setzt unter anderem auch den Erhalt einer Rechnung mit gesondertem Umsatzsteuerausweis voraus.

Der Bundesfinanzhof (BFH) hatte über einen Fall zu entscheiden (Az. V R 23/13), in dem eine ordnungsgemäße Rechnung im Zeitpunkt des Vorsteuerabzugs wohl vorlag, bei einer späteren Prüfung durch das Finanzamt jedoch fehlte. Der Unternehmer trug vor, ihm seien die gesamten Buchungsunterlagen nebst EDV-Anlage vom Betriebsgelände gestohlen worden. Die Vorlage der Rechnungen sei ihm daher unmöglich geworden.

Eine anschließende Betriebsprüfung kürzte die Vorsteuerbeträge im Wege der Schätzung pauschal um 40 Prozent. Finanzgericht und auch der BFH bestätigten dies und erkannten auch Zeugenaussagen zum Vorliegen der Rechnungen nicht an.

Unternehmer können grundsätzlich beim Verlust der Originalrechnung den Nachweis, dass diese bei Geltendmachung des Vorsteuerabzugs im Besitz des Unternehmers war, mit allen verfahrensrechtlich zulässigen Beweismitteln führen. Der BFH fordert allerding, dass sich der Beweisantrag auf das Vorliegen von Originalrechnungen für konkret bezeichnete Eingangsleistungen bezieht. Der Beweisantrag des Unternehmers, die Zeugen könnten aussagen, dass alle entsprechenden Rechnungen im Original vorgelegen hätten, war daher nach Ansicht des BFH zu unbestimmt.