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Anpassung der Nutzungsdauer von Computerhardware und Software

Aufgrund der geänderten tatsächlichen Verhältnisse insbesondere im Zusammenhang mit der fortschreitenden Digitalisierung, hat die Finanzverwaltung die Nutzungsdauer für Computerhardware und Software zur Dateneingabe und -verarbeitung angepasst.

Hier die Übersicht zu der Neuregelung:
 

  • Für die betroffenen Wirtschaftsgüter kann eine betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer von 1 Jahr zugrunde gelegt werden (bisher 3 Jahre).

  • Anwendbar ist die Regelung grundsätzlich für Wirtschaftsjahre, die nach dem 31.12.2020 enden. Bei Wirtschaftsgütern des Privatvermögens kann die Regelung ab dem Veranlagungszeitraum 2021 angewendet werden.

  • In Gewinnermittlungen nach dem 31.12.2020 können die Nutzungsdauern von entsprechenden Wirtschaftsgütern, die in Vorjahren angeschafft und mit einer längeren Nutzungsdauer versehen wurden, angepasst werden.

  • Als Computerhardware gelten: Computer, Desktop-Computer, Notebook-Computer, Desktop-Thin-Clients, Workstations, Dockingstations, externe Speicher- und Datenverarbeitungsgeräte (Small-Scale-Server), externe Netzteile sowie Peripheriegeräte. Details hierzu liefert das BMF-Schreiben vom 26.02.2021.

  • Als Software gelten: Betriebs- und Anwendersoftware zur Dateneingabe und -verarbeitung. Neben Standardanwendungen fallen auch individuell auf den Nutzer abgestimmte Anwendungen wie ERP-Software, Software für Warenwirtschaftssysteme oder sonstige Anwendungssoftware zur Unternehmensverwaltung oder Prozesssteuerung unter die Regelung.


Links:

BMF-Schreiben vom 26.02.2021