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Ausbildungsprämie im Rahmen des Bundesprogramms „Ausbildungsplätze sichern“

Kleine und mittlere Unternehmen (KMU) die trotz der wirtschaftlichen Schwierigkeiten in Folge der Corona-Pandemie weiterhin ausbilden, haben die Möglichkeit die Ausbildungen im Rahmen eines Bundesprogramms fördern zu lassen.


Die Ausbildungsprämien sollen kleinen und mittleren Unternehmen zufließen, die ihr Ausbildungsniveau, in dem im Jahr 2020 neu beginnenden Ausbildungsjahr im Vergleich zu den drei Vorjahren beibehalten oder sogar erhöhen. Maßgeblich ist hierbei der Ausbildungsbeginn. Die Ausbildung darf frühestens am 1. August 2020 beginnen. Ein zu einem früheren Zeitpunkt erfolgter Abschluss eines Ausbildungsvertrags steht der Förderung nicht entgegen. Zudem werden weitere Maßnahmen in Zusammenhang mit der Berufsausbildung gefördert.

 

Welche Prämien werden gewährt und welche Voraussetzungen müssen erfüllt sein?

1.    Fortführung Ausbildungsniveau: 
Förderung: Sofern das Ausbildungsniveau im Vergleich zu den drei Vorjahren aufrechterhalten wird, erhält das Unternehmen für jeden für das Ausbildungsjahr 2020 abgeschlossenen Ausbildungsvertrag nach Abschluss der Probezeit einmalig 2.000 €. 
Voraussetzung: Das KMU hat aufgrund der COVID-19-Krise im ersten Halbjahr 2020 mindestens einen Monat Kurzarbeit durchgeführt oder der Umsatz in den Monaten April und Mai 2020 ist um durchschnittlich mindestens 60% gegenüber April und Mai 2019 zurückgegangen. Bei Gründung nach April 2019 sind die Monate November und Dezember 2019 heranzuziehen.
 

2.    Erhöhung Ausbildungsniveau: 
Förderung: Sofern das Ausbildungsniveau im Vergleich zu den drei Vorjahren erhöht wird, erhält das Unternehmen für jeden für das Ausbildungsjahr 2020 zusätzlich abgeschlossenen Ausbildungsvertrag nach Abschluss der Probezeit einmalig 3.000 €. 
Voraussetzung: analog zu 1.
 

3.    Vermeidung Kurzarbeit: 
Förderung: Sofern ein KMU, trotz erheblichen Arbeitsausfalls, die Ausbildungsaktivitäten fortsetzt, werden in jedem Monat, in dem dies der Fall ist, 75% der Brutto-Ausbildungsvergütung im Rahmen der Förderung gewährt.
Voraussetzung: Auszubildende und ihre Ausbilder werden nicht in Kurzarbeit gebracht, obwohl im gesamten Betrieb aufgrund der COVID-19-Krise ein Arbeitsausfall von mindestens 50% vorliegt.
 

4.    Auftrags- und Verbundausbildung: 
Förderung: Sofern der Geschäftsbetrieb eines ausbildenden KMU pandemiebedingt von Schließungen oder erheblichen Auflagen in der Form betroffen ist, dass eine Fortsetzung maßgeblich behindert ist, kann eine sogenannte Auftrags- oder Verbundausbildung erfolgen. Andere KMU, überbetriebliche Berufsbildungsstätten oder andere etablierte Ausbildungsdienstleister können dann - zeitlich befristet - die Ausbildung übernehmen und dafür Förderung erhalten.
Voraussetzung: Übernahme der Ausbildung für ein anderes KMU für mindestens sechs Monate. Die notwendige Ausbildungseignung muss vorliegen.
 

5.    Übernahmeprämie: 
Förderung: Sofern KMU Auszubildende aus KMU übernehmen, die aufgrund Corona Insolvenz anmelden mussten, wird eine Prämie in Höhe von 3.000 € je Auszubildenem gewährt.
Voraussetzung: Übernahme bis zum 31.12.2020 für die Dauer der restlichen Ausbildung.


Ab wann können die Förderungen beantragt werden?
Das Bundeskabinett hat die Eckpunkte verabschiedet. Aktuell werden die Förderrichtlinien erarbeitet. Diese sollen planmäßig bis Ende Juli 2020 vorliegen. Es ist zu erwarten, dass im Anschluss zeitnah das Antragsverfahren starten kann.


Links:

Meldung des BMBF