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Corona: Verlängerung der verfahrensrechtlichen Steuererleichterungen

Um unbillige Härten für Unternehmen, die in erheblichem Umfang von der Corona-Pandemie betroffen sind, zu vermeiden, wurden steuerliche Liquiditätshilfen geregelt. Über das BMF-Schreiben vom 19.03.2020 hatten wir in unserem Blogbeitrag vom 18.03.2020 berichtet.


Aufgrund der beträchtlichen wirtschaftlichen Schäden, die nach wie vor aufgrund der Corona-Pandemie entstehen, wurden die steuerlichen Maßnahmen verlängert.


Geregelt wurden folgende Themen:

 

  • Stundung im vereinfachten Verfahren:

Nachweislich unmittelbar und nicht unerheblich negativ wirtschaftlich Betroffene können bis zum 31.01.2022 Anträge auf Stundung der bis zum 31.01.2022 fälligen Steuern stellen. 

Die Verhältnisse bezüglich der Betroffenheit sind darzustellen, es sind jedoch von Seiten der Finanzverwaltung keine strengen Anforderungen zu stellen.
 
Die Stundungen können längstens bis zum 31.03.2022 gewährt werden. Bei einer angemessenen Ratenzahlungsvereinbarung können Stundungen bis zum 30.06.2022 gewährt werden.

In diesen Fällen ist eine zinslose Stundung möglich.

 

  • Vollstreckungsaufschub im vereinfachten Verfahren:

Bei nachweislich unmittelbar und nicht unerheblich negativ wirtschaftlich betroffenen Steuerpflichtigen, sollen bis zum 31.03.2022 für bis zum 31.01.2021 fälligen Steuern keine Vollstreckungsmaßnahmen ausgeübt werden.

Im Zeitraum 01.01.2021 bis 31.03.2022 entstandene Säumniszuschläge sind in diesen Fällen grundsätzlich zu erlassen.

Bei einer angemessenen Ratenzahlungsvereinbarung können die Maßnahmen bis zum 30.06.2022 ausgedehnt werden.
 

  • Anpassungen von Vorauszahlungen im vereinfachten Verfahren:

Nachweislich unmittelbar und nicht unerheblich negativ wirtschaftlich Betroffene können bis zum 30.06.2022 Anträge auf Anpassung der Vorauszahlungen auf Einkommen- und Körperschaftsteuer für 2021 und 2022 stellen. 

Die Verhältnisse bezüglich der Betroffenheit sind darzustellen, es sind jedoch on Seiten der Finanzverwaltung keine strengen Anforderungen zu stellen. 


Links:
BMF-Schreiben vom 07.12.2021