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Erweiterung Überbrückungshilfe III: Eigenkapitalzuschuss und weitere Verbesserungen der Konditionen

Mit Pressemitteilung vom 1. April 2021 informiert das Bundesministerium für Finanzen über geänderte Regelungen zur Überbrückungshilfe III. Insbesondere wurden folgende Regelungen angepasst:
 

1. Einführung Eigenkapitalzuschuss
Für besonders von der Coronakrise betroffene Unternehmen wird der Höchstsatz, mit dem Fixkosten erstattet werden, deutlich erhöht.

Voraussetzung für die Berechtigung zum Eigenkapitalzuschuss ist ein Umsatzrückgang von mindestens 50% in drei Monaten im Zeitraum November 2020 bis Juni 2021.

Der Eigenkapitalzuschuss ist gestaffelt und steigt an, je länger Unternehmen einen Umsatzeinbruch von mindestens 50 Prozent erlitten haben. Gezahlt wird er ab dem dritten Monat des Umsatzeinbruchs und beträgt in diesem Monat 25 Prozent. Im vierten Monat mit einem Umsatzeinbruch von mindestens 50 Prozent erhöht sich der Zuschlag auf 35 Prozent; bei fünf oder mehr Monaten erhöht er sich noch einmal auf 40 Prozent pro Monat. Für die einzelnen Monate ergeben sich somit folgende Fördersätze:
 


 

2. Erhöhung der Förderquote bei einem Umsatzrückgang von > 70 %
Die Überbrückungshilfe III erstattet einen Anteil in Höhe von:

  • bis zu 100 % der förderfähigen Fixkosten bei Umsatzeinbruch > 70 %

  • bis zu 60 % der förderfähigen Fixkosten bei Umsatzeinbruch ≥ 50 % und ≤ 70 %

  • bis zu 40 % der förderfähigen Fixkosten bei Umsatzeinbruch ≥ 30 % und < 50 %
     

3. Sonderabschreibung für Saisonware/verderbliche Ware
Bisher konnten nur Einzelhändler die Sonderabschreibung auf Saisonware und verderbliche Ware in die förderfähigen Fixkosten einbeziehen. Die Förderung wird auf Hersteller und Großhändler ausgedehnt.
 

4. Vergleichszeitraum zur Ermittlung der Umsatzerlöse: Wahlrecht im Härtefall
Die Anspruchsberechtigung wurde bisher durch einen Vergleich der Monatsumsätze im Zeitraum November 2020 bis Juni 2021 im Vergleich zum jeweiligen Zeitraum in 2019 ermittelt. Die Neuregelung sieht vor, in begründeten Härtefällen andere Vergleichszeiträume im Jahr 2019 zu wählen.


5. Nachträgliches Wahlrecht: Überbrückungshilfe III vs. Neustarthilfe
Die bisherigen Regelungen sahen vor, dass sich insbesondere Soloselbständige bei Antragstellung entscheiden mussten, ob sie die Überbrückungshilfe III oder die Neustarthilfe beantragen wollten. Die Neuregelung sieht vor, dass der Antragsteller bei Erstellung der Schlussabrechnung sein Wahlrecht neu ausüben kann.
 

BMF-Schreiben: Überbrückungshilfe III: Deutliche Verbesserung und neuer Eigenkaptialzuschuss für besonders von der Corona-Krise betroffene Unternehmen