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Schutzschirm für Heilmittelpraxen

Heilmittelpraxen können für Einnahmeausfälle aufgrund der Corona-Pandemie Einmalzahlungen beantragen.
 

Antragsberechtige
Die Ausgleichszahlung erhalten nach § 124 Abs. 2 i.V.m. Abs. 1 SGB V zugelassene Leistungserbringer.
 

Höhe der Ausgleichszahlung
Die einmalige und nicht zurückzuzahlende Ausgleichszahlung beträgt grundsätzlich 40% der im vierten Quartal 2019 mit den gesetzlichen Krankenkassen abgerechneten Leistungen.

Bei Therapeuten die im Zeitraum 1. Oktober bis 31. Dezember 2019 zugelassen wurden, wird ein Mindestbetrag in Höhe von 4.500 EUR ausbezahlt sofern die 40% unter diesem Betrag liegen.

Bei Zulassung im Zeitraum 1. Januar bis 30. April 2020 ergibt sich ebenfalls ein Betrag in Höhe von 4.500 EUR. 3.000 EUR erhalten Therapeuten, die im Mai 2020 und 1.500 EUR die im Juni 2020 zugelassen wurden.

Als Ausgleich für die gestiegenen Hygienekosten erhalten die Praxen zudem einen Betrag in Höhe von 1,50 EUR pro Verordnung. Die Verordnungen müssen im Zeitraum 5. Mai bis 30. September 2020 abgerechnet werden.

Eine Anrechnung anderer finanzieller Hilfen (z.B. Kurzarbeitergeld, Corona-Soforthilfe) erfolgt nicht. Es sollte aber beachtet werden, dass aufgrund der Ausgleichszahlung eventuell die Soforthilfe zurückgezahlt werden müsste.
 

Antragsverfahren
Der Antrag ist bei den für die Praxen zuständigen Arbeitsgemeinschaften im Zeitraum vom 20. Mai 2020 bis 30. Juni 2020 zu stellen. Der Spitzenverband Bund der Krankenkassen wird die Details zum Antragsverfahren bis zum 15. Mai 2020 bestimmen.
 

Quellen/Links:

Verordnung des Bundesministeriums für Gesundheit vom 30. April 2020

Mitteilung des DVE vom 01. Mai 2020