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Dieselabgasskandal – Verjährung der Ansprüche Ende 2018

Bekanntermaßen wurden beim Hersteller Volkswagen Abgasmanipulationen an Dieselfahrzeugen der Marken VW, Audi, Skoda, Seat und Porsche festgestellt.
Die Debatte hat seit Bekanntwerden der Abgasmanipulation durch VW bereits dazu geführt, dass deutlich weniger Diesel zugelassen werden. Die niedrigere Nachfrage hat auch die Preise für gebrauchte Diesel unter Druck gesetzt und damit den Wiederverkaufswert deutlich verringert.
Da nach dem Dieselurteil des Bundesverwaltungsgerichts Fahrverbote für Dieselautos rechtlich zulässig sind, ist eine weitere Wertminderung betroffener Autos wahrscheinlich.
Ansprüche von Geschädigten gegen VW im Rahmen des Abgasskandals verjähren am 31.12.2018.

Dies gilt in jedem Fall für Schadensersatzansprüche gegen VW (Rückabwicklung des Kaufvertrages, Minderung des Kaufpreises oder Feststellung der Schadensersatzpflicht für zukünftige Schäden).
Die Verjährung beträgt gemäß den §§ 195, 199 BGB 3 Jahre und beginnt mit dem Schluss des Jahres, in dem der Anspruch entstanden ist und der Geschädigte Kenntnis von der Abgasmanipulation erhalten hat. Da der Abgasskandal hinsichtlich vieler Modelle im Herbst 2015 bekannt wurde, beginnt die Verjährung demnach mit Schluss des Jahres 2015 und endet nach 3 Jahren am 31.12.2018.

Die Ansprüche gegen Händler verjähren nach Kaufrecht zwei Jahre nach Übergabe des Fahrzeugs, wobei manche Händler bis Ende 2017 auf die Einrede der Verjährung verzichtet hatten. Hatte der Händler jedoch Kenntnis von der Manipulation oder kann ihm das Verhalten von VW zugerechnet werden, gilt gemäß § 438 Abs. 3 BGB ebenfalls die kenntnisabhängige Verjährung von drei Jahren, die somit erst Ende 2018 endet. Dies ist jedoch streitig und höchstrichterlich noch nicht geklärt.

Diese rechtlichen Möglichkeiten bestehen grundsätzlich für solche Fahrzeuge, deren Abgasverhalten nachweislich manipuliert wurde, also vor allem VW-Diesel mit dem EA-189-Motor bei den Marken Skoda, VW, Audi und Seat sowie der 3.0-Liter-Cayenne von Porsche.

FAZIT:
Bis zum Jahresende 2018 sind mögliche Ansprüche von Geschädigten des VW-Abgasskandals zu prüfen und bei Erfolgsaussicht aus Gründen der Verjährung gerichtlich geltend zu machen.

Wir beraten Sie diesbezüglich gerne.